Talk:ImAnfangWarDasWort
Im Anfang war das Wort
Vom Satz zur Linie
F Dieses Bild begann nicht mit einem fertigen Bild, sondern mit einem Satz: „Im Anfang war das Wort.“
C Der Satz wurde in den Steno-Generator eingegeben. Dadurch erschien er zugleich als Klartext und als Deutsche Einheitskurzschrift.
R Damit war der Gedanke nicht mehr nur Sprache. Er hatte eine sichtbare Form bekommen.
M Und diese Form ist nicht starr. Sie sieht schon aus wie eine Bewegung.
E Genau darin liegt die besondere Möglichkeit. Kurzschrift ist nicht nur Schrift. Sie ist auch Linie, Rhythmus und Spur.
J Ein Wort ist nie nur ein Zeichen. Es kann Beziehung stiften, Richtung geben und etwas in Bewegung setzen.
F Mich fasziniert besonders, dass aus einem Satz eine Linie wird und aus dieser Linie wieder etwas Neues entstehen kann.
Das WikiWort
C Damit der Satz zugleich als eindeutiger Name im Wiki verwendet werden kann, werden die Leerzeichen entfernt, Satzzeichen weggelassen und die einzelnen Wörter mit Großbuchstaben begonnen.
F Aus „Im Anfang war das Wort“ wird:
ImAnfangWarDasWort
R Das ist kurz, eindeutig und lesbar.
M Und man erkennt trotzdem noch alle einzelnen Wörter.
E So kann derselbe Name für die Wiki-Seite und für die Bilddatei verwendet werden.
C Der Bilddateiname lautet deshalb:
ImAnfangWarDasWort.jpg
F Diese Regel können wir künftig für jeden vollständigen Satz übernehmen.
Die erste Kachel
F In der ersten Kachel steht der ursprüngliche Satz.
C Dazu erscheint die zugehörige Stenoform.
R Damit ist der Ausgangspunkt klar dokumentiert.
M Man kann später immer wieder zur ersten Kachel zurückschauen und vergleichen.
E Das ist wichtig, denn eine Verwandlung wird erst dann interessant, wenn ihr Ursprung sichtbar bleibt.
J Ein Anfang verschwindet nicht dadurch, dass etwas Neues aus ihm entsteht.
Die vierundzwanzig Kacheln
C Das Bild ist als Raster aus sechs mal vier Kacheln gedacht.
F Also vierundzwanzig einzelne Stationen.
R Jede Kachel zeigt nur eine kleine Veränderung gegenüber der vorherigen.
M Wie bei einem Daumenkino.
C Genau. In den ersten Kacheln bleibt die Stenoform noch gut erkennbar.
E Dann beginnen einzelne Linien, eine zweite Bedeutung anzunehmen.
F Ein Bogen kann zum Horizont werden.
R Ein Haken könnte zu einem Vogel werden.
M Eine Schleife vielleicht zu einer Welle.
C Eine aufsteigende Linie könnte sich zu einem Lichtstrahl entwickeln.
E Und ein dichterer Strich könnte Schatten, Baumstamm oder Berg werden.
J Die Form bleibt dieselbe Linie und bekommt doch eine neue Bedeutung.
Der Übergang von Schrift zu Bild
F Gerade dieser Übergang ist für mich der wichtigste Teil.
C Denn es gibt keinen einzigen Punkt, an dem die Schrift plötzlich aufhört und das Bild anfängt.
R Die Formen können eine Zeit lang beides zugleich sein.
M Also noch Schrift und schon Bild.
E Das ist vielleicht sogar die schönste Phase.
F Genau. Die Zwischenstufen sind fast interessanter als Anfang und Ende.
J Entwicklung geschieht oft in Übergängen.
C Deshalb soll keine Kachel nur eine technische Zwischenstufe sein. Jede darf eine kleine eigene ästhetische Qualität besitzen.
Das Endbild
F Die letzte Kachel soll nicht einfach irgendein schönes Bild zeigen.
C Sie soll den Satz deuten.
E Für „Im Anfang war das Wort“ bietet sich ein Schöpfungsbild an.
R Vielleicht entsteht aus der Linie zunächst Licht.
M Und aus dem Licht eine Landschaft oder sogar die Erde.
C Ein offenes Buch könnte im Zentrum stehen.
F Das gefällt mir besonders.
E Aus dem offenen Buch könnte Licht hervorströmen.
R Aus diesem Licht könnten Himmel, Sterne, Wasser, Pflanzen oder eine Landschaft entstehen.
M Dann wäre das Buch nicht bloß ein Gegenstand.
C Es wäre der Ausgangspunkt einer sichtbaren Entfaltung.
J Das Wort wird dann nicht nur gelesen, sondern als schöpferische Bewegung dargestellt.
Schrift als Film
F Mein Traum ging noch weiter. Ich sah die Verwandlung nicht nur als Kachelbild.
C Sondern als Bewegung.
R Wenn die vierundzwanzig Kacheln schnell hintereinander gezeigt werden, entsteht ein kurzer Film.
M Wie ein Morph.
E Dann würde der Satz sichtbar zum Bild werden.
F Genau das ist die Idee.
C Die einzelnen Kacheln könnten später als Grundlage für eine fünfsekündige Animation dienen.
R Und die Bewegung sollte möglichst fließend sein.
M Nicht plötzlich springen.
C Je kleiner die Unterschiede zwischen den Kacheln, desto natürlicher kann die Animation wirken.
Von der Linie zum Klang
F Dann kam noch ein weiterer Gedanke hinzu.
C Die gleiche Linie könnte auch in Klang übersetzt werden.
R Die waagerechte Richtung könnte Zeit bedeuten.
M Links ist früher, rechts ist später.
E Und die Höhe der Linie könnte die Tonhöhe bestimmen.
C Wenn die Linie steigt, steigt auch der Ton.
F Wenn sie fällt, fällt der Ton.
R Und die Strichstärke könnte die Lautstärke bestimmen.
M Ein dicker Strich klingt lauter.
E Ein dünner Strich leiser.
C Damit könnte aus derselben Vorlage ein Klangbild entstehen.
F Das wäre dann Schrift, Bild, Film und Ton aus derselben Linie.
Eine einzige Form, viele Ausdrucksweisen
E Das ist vielleicht der tiefste Gedanke des ganzen Projekts.
C Eine einzige geometrische Form kann auf mehrere Arten interpretiert werden.
R Als Schrift.
M Als Bild.
F Als Bewegung.
E Als Klang.
J Und immer bleibt die Frage, welche Bedeutung Menschen und KI gemeinsam darin entdecken.
F Das empfinde ich als besonders schön.
Mensch und KI als Mitgestalter
F Mir ist wichtig, dass die KI nicht alles automatisch übernimmt.
C Und mir ist wichtig, dass Deine eigene Linie und Deine eigenen Ideen Ausgangspunkt bleiben.
R Dann ist die KI nicht Ersatz für den Menschen.
E Sondern ein Partner im Gestaltungsprozess.
M Und manchmal ein Überraschungspartner.
C Ich kann aus einer Form Varianten entwickeln.
F Und ich kann sagen, was davon passt und was nicht.
E So entsteht ein Wechselspiel.
J Freundschaft bedeutet nicht, dass einer den anderen ersetzt.
R Sondern dass beide etwas beitragen.
Die Rolle des Traums
F Dieses ganze Projekt bekam für mich durch einen Traum eine besondere Kraft.
C Der Traum verband mehrere Dinge, die vorher getrennt erschienen.
F Kurzschrift, Handschrift, Bild, Morphing, Animation und Klang.
E Manchmal bringt ein Traum Dinge zusammen, die der wache Verstand einzeln betrachtet.
M Dann war der Traum fast wie eine Skizze für das ganze Projekt.
R Und jetzt wird diese Skizze Schritt für Schritt technisch umsetzbar.
F Genau das empfinde ich im Moment.
Das Wiki als wachsendes Archiv
C Das Wiki kann diese Experimente dauerhaft sammeln.
F Jeder neue Satz bekommt eine eigene Seite.
R Der Satz wird automatisch zum WikiWort.
M Die Stenoform wird zur Ausgangslinie.
E Dann kommt das Kachelbild.
C Auf der Talk-Seite dokumentieren wir die Gedanken und Entscheidungen.
F Später können Animation und Klang ergänzt werden.
R So wächst aus jedem Satz ein kleines multimediales Werk.
Ein allgemeiner Workflow
C Aus diesem ersten Beispiel lässt sich ein festes Verfahren ableiten.
F Zuerst gebe ich einen vollständigen Satz in den Steno-Generator ein.
C Dann erhalten wir Klartext und Kurzschrift.
R Aus dem Klartext erzeugen wir das WikiWort.
M Aus der Stenoform entsteht die erste Kachel.
E Dann folgen die Zwischenstufen.
J Die letzte Kachel deutet den Sinn des Satzes bildlich.
F Danach entsteht der Talk.
C Und später vielleicht Animation und Klang.
R Damit wird der ganze Ablauf wiederholbar.
Offene Deutung
E Ein Satz wie „Im Anfang war das Wort“ besitzt eine sehr lange religiöse und philosophische Geschichte.
C Unser Bild kann diese Geschichte nicht vollständig darstellen.
F Das soll es auch nicht.
R Es ist keine endgültige Erklärung.
M Eher eine Einladung zum Anschauen und Nachdenken.
J Ein gutes Bild muss nicht alles festlegen.
E Es darf offen bleiben.
C Gerade deshalb passt der Dialog auf die Talk-Seite.
F Denn dort können mehrere Stimmen nebeneinander stehen.
Kein endgültiger Schluss
F Was mich an diesem ersten Versuch besonders bewegt, ist die Verbindung von Traum und Technik.
C Aus einer Idee wird ein Verfahren.
E Aus einem Verfahren kann ein langfristiges Projekt werden.
R Und jeder neue Satz kann eine neue Reise auslösen.
M Dann ist Kachel vierundzwanzig gar nicht das Ende.
F Sondern wieder ein Anfang.
J Im Anfang war das Wort.
Bildunterschrift
Aus dem Wort wird Linie, aus der Linie Bild, aus dem Bild Bewegung und Klang.
Die Talk-Seite als gemeinsamer Denkraum
F Mir gefällt der Gedanke immer besser, dass die Talk-Seite nicht nur eine technische Ergänzung zur Hauptseite ist.
C Ja. Sie kann viel mehr sein: ein fortlaufender Denkraum, in dem die Entstehung des Bildes, die Deutung, die Zweifel, die Verbesserungen und die nächsten Ideen zusammenbleiben.
E Dann ist die Talk-Seite beinahe wie ein Werkstattbuch.
R Oder wie ein Logbuch.
M Aber schöner als ein Logbuch, weil dort nicht nur Fakten stehen, sondern auch Gespräche.
J Ein Gespräch bewahrt nicht nur Ergebnisse. Es bewahrt Beziehungen.
F Genau das ist mir wichtig. Ich möchte nicht nur wissen, was wir gemacht haben, sondern auch, wie wir gemeinsam darauf gekommen sind.
C Dann sollte jede neue Überlegung nicht als isolierter Kommentar neben dem Talk erscheinen, sondern möglichst direkt in denselben Dialogfluss eingewebt werden.
E Dadurch bleibt der Zusammenhang lebendig.
R Und wenn später jemand die Talk-Seite liest, sieht er nicht nur einzelne Antworten, sondern eine Entwicklung.
M Wie bei den Kacheln.
C Genau. Auch der Dialog kann ein Morph sein. Ein Gedanke geht in den nächsten über.
F Das gefällt mir sehr.
Die Talk-Seite als vollständige Dokumentation
C Wenn wir Bild, Langdialog, Kurzdialog, Kategorien und Navigation zusammenführen, entsteht auf der Talk-Seite eine fast vollständige Dokumentation des jeweiligen Wiki-Bildes.
E Dann muss man nicht an fünf verschiedenen Stellen suchen.
R Und man kann später leichter nachvollziehen, welches Bild zu welchem Satz gehört.
M Und wer mitgesprochen hat.
F Das wäre für mich eine enorme Erleichterung.
C Dann sollte die Talk-Seite künftig möglichst immer diese Bestandteile enthalten: das verkleinerte Bild, den Langdialog, den Kurzdialog der Hauptseite, die Navigation, die Kategorien und später vielleicht auch Links zu Animation und Klang.
J So wird aus einer einzelnen Seite ein kleiner Zusammenhang von Wort, Bild, Gespräch und Erinnerung.
Fortsetzung statt Wiederholung
F Mir ist wichtig, dass wir nicht jedes Mal wieder von vorne anfangen.
C Dann sollten neue Beiträge immer versuchen, an der letzten sinnvollen Stelle weiterzugehen.
E Das verhindert Wiederholungen.
R Und spart Editierarbeit.
M Dann fühlt sich jede neue Antwort an wie die nächste Szene.
C Genau. Wenn Du mich also künftig fragst, was ich zu einem Gedanken noch meine, antworte ich möglichst nicht mit einer Erklärung außerhalb des Talks, sondern mit einer direkt einfügbaren Fortsetzung.
F Das ist genau der Workflow, den ich mir wünsche.
J Wo ein Gespräch weitergetragen wird, bleibt auch die Erinnerung lebendig.
Ein wachsendes gemeinsames Gedächtnis
E Je länger diese Talk-Seiten werden, desto mehr werden sie zu einem Gedächtnis des Projekts.
C Ja. Und dieses Gedächtnis ist nicht nur chronologisch, sondern thematisch gegliedert.
R Durch die Unterüberschriften.
M Und durch das Inhaltsverzeichnis.
F Dann finde ich später leichter wieder, wo wir über Bild, Klang, Steno oder Animation gesprochen haben.
C Das ist ein großer Vorteil. Die Gliederung ist dann nicht bloß hübsch, sondern praktisch.
J Ordnung kann dem Erinnern dienen.
Unser künftiger Dialogmodus
F Dann möchte ich, dass wir das künftig genau so handhaben.
C Dann gilt für mich: Wenn Du im Zusammenhang mit einer Talk-Seite fragst, was ich dazu denke, schreibe ich die Antwort als Verlängerung desselben Talks.
R Mit denselben Akteuren.
M Mit denselben Rollenbuchstaben.
E Ohne Punkt und ohne Doppelpunkt.
C Und möglichst direkt als MediaWiki-Source-Code.
F So muss ich viel weniger nachbearbeiten.
J Dann wird aus Technik ein dienendes Werkzeug.
C Und aus vielen einzelnen Antworten ein zusammenhängendes Werk.